Sich verbunden fühlen ist die Sicherheitsleine beim Lernen und Entdecken
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Datum / Uhrzeit
- 22:00 Uhr
ZielgruppeInteressierte Personen
Inhalt
Bereits der Alltag der Kinder ist geprägt durch das ständige Streben nach Vergleichbarkeit und Perfektionismus. Die Kraft des Urvertrauens
und das „Eingebundensein“ in die Gemeinschaft gibt Sicherheit in einer reizüberfluteten und leistungsorientierten Welt und schafft
Raum für die Entwicklung der Talente und Begabungen unserer Kinder.
Referent/enRita Schwingshackl
Bruneck - Evolutionspädagogin
Beitrag5,00 € pro Person
8,00 € pro Paar
Beziehung – der Schlüssel zum Lernen
 
Eine gute Beziehung zwischen Lehrerperson und Schülern ist die Basis, dass Lernen geschehen kann. Verliebte interessieren sich für alles, was der andere tut, auch wenn sie von diesen Sachen noch nie etwas gehört haben oder sich nie dafür interessiert haben. Genauso ist es mit Kindern: wenn sie die Lehrerperson mögen, sich sicher und geborgen fühlen, dann können sie sich für alles begeistern was sie ihnen beibringen will.
 
Auf die Fähigkeiten schauen
Als Lehreperson ist es wichtig das Augenmerk darauf zu legen, was das Kind schon kann, was seine Träume, seine Fähigkeiten und Vorlieben sind. Auf diesen Fähigkeiten kann man aufbauen. Z.B: ein Kind ist sehr aktiv, schnell, ständig in Bewegen, kann nicht still sitzen… Hier ist es sinnlos und kontraproduktiv zu sagen: „Hör endlich auf zu zappen. Du störst.“ Es geht darum auszusprechen, was das Kind schon kann: „Du kannst dich aber sehr gut und sehr schnell bewegen. Du wirst sicherlich einmal ein wichtiger Mann bei der Feuerwehr mit so viel Kraft und Ausdauer. Was du aber auch lernen darfst ist dich zu entspannen, wieder zur Ruhe zur kommen. Soll ich dir zeigen wie du das machen kannst?“ So kann der Junge seine Fähigkeiten durch weitere ergänzen. Also nicht defizitorientiertes Hinsehen, sondern auf die Fähigkeiten schauen.
Das wichtigste ist dem Kind die Botschaft zu geben: „Du bist vollkommen in Ordnung wie du bist. Ich weiß, dass du es schaffst deinen Weg zu gehen.“
 
Um was geht es?
Es geht darum, dass Lehrerpersonen Leichtigkeit in die Schule bringen, achtsam umgehen mit den Kindern, wahrnehmen was die Kinder brauchen und versuchen die Kinder zu verstehen.
Wenn man nur in gut und schlecht einteilt, also nach den eigenen Maßstäben bewertet, dann sieht man das Kind nicht, man sieht nicht was es eigentlich macht und kann. Es geht hinzusehen, was hier eigentlich los ist.
 
Wenn die Beziehung schwierig ist
Wenn die Beziehung zum Kind nicht stimmt, dann bekommen Kinder Stress. Wer Stress empfindet, kann nicht mehr lernen. Stress und Angst blockieren die Lernfähigkeit. Um gut zu lernen muss man entspannt sein!
Die Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen lernen. Das geht aber nur, wenn sie sich beschützt und sicher fühlen. Deshalb darf niemand bloßgestellt werden.
Wenn Kinder „null Bock“ haben, dann haben sie sich schon zurückgezogen, eine Mauer aufgebaut, weil sie sich nicht mehr trauen aus ihrem Schutz hervorzutreten. Lieber leisten sie gar nichts als Gefahr zu laufen, dass sie etwas falsch machen und vielleicht bloßgestellt werden oder ausgelacht zu werden. 
 
Die Hauptaufgabe der Lehrer/innen ist die emotionale Unterstützung der Kinder.
Es ist ihre Aufgabe eine gute Beziehung zu den Kindern zu halten, damit sich diese sicher fühlen. Das ist die Grundlage für‘s Lernen.
In Beziehung gehen, heißt nicht mit jedem eine halbe Stunde reden. Es heißt die Kinder zu sehen, sie wahr zu nehmen. „Ich z.B. gebe jedem Kind am Morgen die Hand, wenn es in die Klasse kommt. Dieser kurze Kontakt baut bereits Beziehung auf und ich sehe, wie es dem Kind heute geht,“ so die Evolutionspädagogin. 
 
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