Bindung, Körper und Babytränen
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Datum / Uhrzeit
- 22:00 Uhr
ZielgruppeInteressierte Personen
InhaltSchreien ist die Körpersprache der Babys. Hierüber teilen sie sich mit, wenn sie müde sind oder Schmerzen erleben. Babys wollen mit diesen Botschaften gehört werden.
An diesem Abend wird diskutiert, was Eltern tun können, die Bedürfnisse und Gefühle ihrer Babys besser zu verstehen und beantworten.
Zudem werden einfache Sofortmaßnahmen gezeigt, wie es Eltern in tränenreicher Babyzeiten möglich ist, die Orientierung und innere Zuversicht zu bewahren.
Referent/enThomas Harms
Bremen - Psychologe und Körperpsychotherapeut
Beitrag5,00 € pro Person
8,00 € pro Paar
Wenn Babys untröstlich sind
Interview mit Körpertherapeut Thomas Harms
 
Endlich ist das Baby auf der Welt  - und es schreit und schreit. Die Eltern sind mit ihrem Latein am Ende. Genau da setzt Thomas Harms an. Der Körpertherapeut aus Bremen war gestern Abend zu Gast beim FOCUS FAM Vortrag in Bozen und hat zahlreichen Eltern hilfreiche Tipps gegeben, wie sie die erste Zeit mit dem Baby gelassener erleben können und hat die von ihm entwickelte Emotionelle Erste Hilfe vorgestellt.
 
Was ist eigentlich emotionelle erste Hilfe, kurz EEH?
Es handelt sich um einen körperorientierten Therapie- und Beratungsansatz, der Eltern und Säuglingen hilft, emotionale Krisensituationen nach der Geburt zu überwinden.
 
Welche sind die häufigsten Problemen von Eltern mit kleinen Kindern? 
Nach wie vor kommen viele Eltern zu mir in die Schreiambulanz, weil die Kinder übermäßig viel schreien und unruhig sind. Die Eltern fühlen sich verzweifelt und hilflos, Weil all das, was sie dem Baby als Beruhigung und Unterstützung anbieten, keinen Erfolg zeigt. Neben der klassischen Schreibaby-Problematik kommen auch viele Eltern zu uns, weil ihre etwas älteren Säuglinge und Kleinkinder nachts nicht ruhig schlafen und die Begleiter mit ihren Nerven am Ende sind.
 
Wie kann die EEH diesen Eltern und Kindern helfen?
In der EEH lernen die Eltern die Körpersignale frühzeitig als Warnsignale eines drohenden Beziehungsverlustes zum Kind zu nutzen. Statt in hektischen Aktionismus auszubrechen, sollen die Eltern vorerst mit spezifischen Körperübungen ihren Organismus verlangsamen und in ihre Mitte zurück finden. Die Eltern erlernen einfache Techniken, um das hohe innere Stressaufkommen in Schreiphasen ihres Kindes besser zu regulieren. Das sind einfache Atemtechniken zum Beispiel.
 
Sind Eltern aufgeschlossener geworden?
Die Eltern wenden sich früher an uns, um belastende Erfahrungen zu verarbeiten. Diese präventive Traumaverarbeitung ist sehr wichtig für eine liebevolle Beziehung zum Neugeborenen aber auch für die Familie, wenn weitere Schwangerschaften geplant sind.
 
Am 8. April 2016 wird Thomas Harms  mit anderen international namhaften ReferentInnen nochmals in Südtirol sein anlässlich der Tagung: Bindung - das ganze Leben lang. Informationen finden Sie hier.
 
 
Emotionelle Erste Hilfe
Die EEH versteht sich als kurzzeittherapeutischer Ansatz. Dauer und Umfang der Begleitungen richten sich nach den spezifischen Anliegen der betroffenen Eltern und Kindern. Unterschieden wird zwischen Akutinterventionen im Kontext von Entwicklungsberatungen, Krisenberatungen bei Regulationsstörungen im Säuglingsalter rund um die Themen Schreien, Schlafen und Fütterung sowie Eltern-Säugling / Kleinkind Psychotherapie bei traumabedingten Störungen der Bindungsentwicklung zwischen Eltern und Kind.
 
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